Zusammenfassung und Danksagung


Zusammenfassung

Im Arbeitsgebiet stehen mehrere Decken an. Die oberste tektonische Einheit ist die ostalpine Dent Blanche-Decke. Sie besteht aus Orthogneisen, Granitoiden, Paragneisen und Metagabbros. Die darunter liegende Combin-Zone ist aus verschuppten Metabündnerschiefereinheiten, Ophiolithkomplexen und Triasserien aufgebaut. Die südpenninische Zone von Zermatt-Saas Fee wird von Serpentiniten dominiert. Daneben treten auch Eklogite, Glaukophanite, Granatglimmerschiefer, Prasinite und Metagabbros auf. Gneise und Granite bauen den größten Teil der Monte Rosa-Decke auf.

Alle Decken haben eine eozäne Hochdruckmetamorphose erfahren, die sich in eklogit- und blauschieferfaziellen Gesteinen und deren Relikte widerspiegelt. Im Obereozän und Oligozän folgte eine grünschiefer- bis epidot-amphibolitfazielle Überprägung, welche durch die Minerale Epidot, Aktinolith und Chlorit in fast allen gefundenen Gesteinen angezeigt wird.

Die Deformationsgeschichte im Untersuchungsgebiet läßt sich wie folgt zusammenfassen: eine subduktionsbedingte Deformationsphase D0 - eine D1-Phase, bedingt durch die Deckenüberschiebung - eine D2-Phase mit einer durch die Westflucht verursachten Tektonik, eine D3-Phase durch die Rückfaltung der Siviez-Mischabel-Decke und zum Abschluß eine bruchhafte D4-Phase aus der Zeit der Abkühlung und des "uplifts". Aus der D1-Phase stammen die stockwerksübergreifende, flach nach Nordwesten einfallende Schieferung S1, die Nordwest-Südost gerichteten Streckungslineationen L1 und isoklinale Falten F1. In der D2-Phase entstanden Falten F2 mit Nord-Süd gerichteten Achsen und Streckungslineationen L2 mit Ost-West-Ausrichtung. In der D3-Phase kam es zur südgerichteten Faltung F3 mit Ost-West gerichteten Achsen. Einige Nordost-Südwest orientierte Streckungslineationen und Knickbänder stammen ebenfalls aus dieser Phase.

Aus der Mikrotektonik ergibt sich eine Hauptscherrichtung des Hangenden und damit der Decken nach Nordwesten. Neben den typischen grünschieferfaziellen Mineralen zeigen auch die Rekristallisation und die Subkornbildung der Quarze und Feldspäte Temperaturbedingungen von zirka 500°C während der duktilen Deformation an.

Die problematische paläogeographische Stellung der Monte Rosa-Decke wurde wie folgt gelöst: Die tektonische Stellung der Monte Rosa-Decke unter der Zone von Zermatt-Saas Fee, die jüngeren Hochdruckmetamorphose-Alter von 35 Millionen Jahren gegenüber der Zone von Zermatt-Saas Fee mit 44 Millionen Jahren und die Lithologie der eingeschuppten Einheiten der Gornergrat- und Furgg-Zone in das Monte Rosa-Massiv, die dem Nordrand des Piemont-Ligurischen Ozeans beziehungsweise dem Südrand der Briançonnais-Schwelle entstammen, sprechen für eine paläogeographische Lage des Monte Rosa-Massives am Südrand der Briançonnais-Schwelle.



Danksagung

Mein ausdrücklicher Dank gilt Herrn Prof. Dr. Hartmut Seyfried für die Genehmigung des Themas, der Benutzung der Forschungseinrichtungen im Institut für Geologie und Paläontologie und für die, trotz schlechten Wetters, angenehme und schöne Zeit während der Begehung des Arbeitsgebietes.

Zu besonderem Dank bin ich auch Herrn Dr. Klaus Pelz verpflichtet, der mir im Glände sowie im Institut bei tektonischen Fragen immer geholfen hat und nützliche Tipps und Anregungen gab. Außerdem werde ich die gemeinsame, schöne und unkomplizierte Zeit in Zermatt nicht vergessen.

Ebenfalls möchte ich mich bei Herrn Prof. Dr. Hans-Joachim Massonne für die Benutzung der Forschungsgeräte im Institut für Mineralogie bedanken. Gleichfalls Dank gebührt Herrn Dr. Ralf Schweinehage und Herrn Dr. Thomas Theye, die bei mineralogischen Fragestellungen hinsichtlich der Dünnschliff- und Röntgendiffraktogramm-Auswertung jederzeit behilflich waren. Für die ausführliche Einführung am Röntgengerät bedanke ich mich ganz herzlich bei Herrn Rüdiger Diener. Für die Anfertigung vieler Dünnschliffe bin ich auch Herrn Christoph Wimmer zu Dank verpflichtet.

Überaus dankbar bin ich auch meinen Kommilitonen Alexander Wöhrle und Iris Madlener, die mir im Studium jederzeit hilfreich zur Seite standen. Außerdem bedanke ich mich bei ihnen vielmals für die ausführliche Korrektur der Diplomarbeit.

Den größten Dank möchte ich meinen Eltern aussprechen, die mich während des ganzen Studiums und der Diplomarbeit in jeglicher Hinsicht unterstützt haben.

Letztendlich möchte ich jedem danken, der mich in irgendeiner Weise bei meiner Diplomarbeit unterstützt hat.



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